Lahntal hat als erste Kommune im Landkreis Marburg-Biedenkopf die Rekommunalisierung ihres Stromnetzes beschlossen. Die Gemeindevertretung fasste am 22. Juni den Beschluss das Stromnetz selbst erwerben und anschließend gemeinsam mit den Stadtwerken Marburg in einer neuen Stromnetzgesellschaft betreiben zu wollen. Mit 20 Ja-Stimmen votierte die klare Mehrheit dafür, die Konzession nicht mehr an den bisherigen Stromnetzbetreiber E-ON zu vergeben, sondern treuhänderisch an den Mitbewerber Stadtwerke Marburg mit dem Ziel des gemeinsamen Betriebs. Sechs Nein-Stimmen kamen von der CDU-Fraktion. Die endgültige Entscheidung über die Details des Netzbetriebs kann erst getroffen werden, wenn der Kaufpreis für das Netz feststeht. Dies wird nach aller Erfahrung erst durch eine Gerichtsentscheidung der Fall sein. Der Entscheidungsweg in Lahntal war von den Kommunalpolitikern der übrigen 18 Kommunen im Landkreis, bei denen die Konzessionsvergabe ansteht, genauestens beobachtet worden.
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Zum sechsten Mal laden Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter die Bürger der Region ein sich über die Angebote von Handel, Handwerk und Dienstleistung im Bereich Energiesparen, Effizienzsteigerung und Erneuerbaren Energien zu informieren. Sie findet erstmals in Cölbe-Bürgeln in der Mehrzeckhalle statt. Alle großen Anbieter der Branche sind wieder mit Ständen vertreten. Der Eintritt zur Messe ist frei. In unmittelbarer Nähe sind kostenlose Parkplätze ausgewiesen.
Die offizielle Eröffnung ist um 11:00 Uhr mit dem Hessentagpaar, der Solarfamilie von Hessen und einer Tanzaufführung des Kindergartens von Bürgeln.
Die Konsequenz aus dem gestiegenen Energiehunger und der globalen Verantwortung ist eigentlich ganz naheliegend: Wer sich rechtzeitig um eine zukunftssichere Energieversorgung kümmert, wird gewinnen – seien es Unternehmen, Staaten, Kommunen oder jeder Einzelne von uns. Dazu gehört eine dreiteilige Strategie: Energie einsparen, Energie effizient nutzen und Erneuerbare Energien ausbauen. Deutschland hat hier die besten Voraussetzungen, sich früh mit der nötigen Technik beschäftigt, beste, weltweit gefragte Ingenieure und gerade unsere Region, das Lahntal von Cölbe über Buchenau durch das ganze Hinterland zeichnet sich durch viele mittelständische Betriebe aus, die Spezialanlagen bauen. Wir haben hier das Potential. Dies gilt es von uns zu nutzen.
Donnerstag, 22.4. 19:30 Uhr – Stadthalle Wetter
- Was kann ich für den Klimaschutz tun?
- Was habe ich davon, wenn ich mich für den Klimaschutz engagiere?
- Kann ich mit Klimaschutz Geld einsparen?
- Was haben die Kommunen Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter im Klimaschutz konkret vor?
Antworten auf diese Fragen möchten wir Ihnen auf der ersten Klimax-Bürgerkonferenz am 22.04. um 19:30 Uhr in der Stadthalle in Wetter geben.
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In den Medien wird immer wieder der Eindruck vermittelt, wir könnten den Klimawandel verhindern. Das geht natürlich nicht. Aber wir müssen ihn nicht zusätzlich anheizen und wir können und müssen uns an dieVeränderungen anpassen. Zusätzlich zu den natürlichen Einflüssen, wie die allein schon sehr komplexen Sonnenzyklen, die Luft- und Meeresströmungen, Vulkaneruptionen usw. verändert der Mensch in seinem erdgeschichtlich sehr kurzen Dasein massiv Flora und Fauna und die Luftzusammensetzung.
Ziemlich genau 3 Jahre ist es nun her, dass in den Wäldern unserer Region überall viele Schneisen mit umgestürzten Bäumen zu finden waren. Bei genauem Hinsehen sind auch heute noch die Spuren überdeutlich. Hier bei uns tobte Kyrill, 1999 weiter südlich der Orkan Lothar mit einer vielfach höheren Schadenssumme und zwischen beiden Jahrhundertorkanen gab es zwei weitere und nach Kyrill nun schon drei. Ob das nun der Klimawandel ist, kein keiner mit Bestimmtheit be- oder widerlegen, aber die Wahrscheinlichkeit für solche Orkane steigt mit etwas höheren Temperaturen eher an.
Am 8. und 9. Mai findet in Cölbe-Bürgeln wieder die Solarmesse des Nordkreises als Veranstaltung der Woche der Sonne statt. Auf dieser von den Kommunen Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter interkommunal veranstalteten Regionalmesse für die Energiewende sind attraktive Preise zu gewinnen. Für den Hauptpreis stellt Wagner & Co Solartechnik eine komplette Solarwärmeanlage zur Verfügung!
Schon jetzt können sich die Familien unserer Region um eine kostenlose Fahrt nach Berlin bewerben! Für den offiziellen Auftakt zur Woche der Sonne in Berlin werden deutschlandweit 16 Solarfamilien gesucht, die sich für die Solarenergie aussprechen und ihr jeweiliges Bundesland vertreten.
Voraussetzung: Die Familie muss eine Solaranlage (Solarthermie oder Photovoltaik) auf Ihrem Hausdach installiert und die Bereitschaft haben am 30.04. in Berlin beim offiziellen Auftakt Termin in Berlin vor Ort zu sein. Anreise- und Übernachtungskosten werden für die ganze Familie übernommen! Bewerbungsschluss ist Dienstag, der 30.03.2010.
Alle Details entnehmen Sie bitte dem Bewerbungsbogen » WochederSonnesuchtSolarfamilien.
Bevor wir uns, wie angekündigt damit beschäftigen, was eine zukunftssichere und klimaschonende Energieversorgung konkret mit uns zu tun hat, ist es vielleicht doch nicht ganz unwichtig einmal auf die Begriffe Klimawandel und Klimaschutz einzugehen. Mancher mag es auch langsam nicht mehr hören. Sicher auch deshalb, weil darüber viel unnötiges Getöse gemacht wird und es nun mal abstrakte Begriffe sind, zu denen uns der konkrete Bezug zunächst fehlt. Es fällt dazu jedem sicher Kyoto, Rio und Kopenhagen ein. Große Ziele und gescheiterte Verhandlungen. Und natürlich der Begriff „Globale Erwärmung“. Doch hatten wir nicht gerade einen harten Winter mit Daisy – für unsere Region einen ungewöhnlichen Schneesturm? Und wenn es kalt ist, warum soll es nicht wärmer werden, – wir können doch dann Heizkosten sparen?!
Anfang des Jahres hat in den vier Nordkreiskommunen Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter der Prozess zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes begonnen.
Der CO2-Ausstoß wird – soweit möglich – festgestellt und die kommunalen Liegenschaften im Blick auf ihren energetischen Zustand begutachtet. Darüber hinaus werden auch die Bürger beteiligt. Zuletzt fanden am 23. und 24. März so genannte Steuerungsgruppen statt, bei dem Bürger aus Wirtschaft, Politik, Umwelt- und Naturschutzgruppen ihre Kenntnisse und Kompetenz einbringen können. Weiterhin beschäftigen sich die Kommunen im Nordkreis mit Standorten für Energieerzeugungsanlagen und der Vergabe der Stromkonzessionen.
