Bevor wir uns, wie angekündigt damit beschäftigen, was eine zukunftssichere und klimaschonende Energieversorgung konkret mit uns zu tun hat, ist es vielleicht doch nicht ganz unwichtig einmal auf die Begriffe Klimawandel und Klimaschutz einzugehen. Mancher mag es auch langsam nicht mehr hören. Sicher auch deshalb, weil darüber viel unnötiges Getöse gemacht wird und es nun mal abstrakte Begriffe sind, zu denen uns der konkrete Bezug zunächst fehlt. Es fällt dazu jedem sicher Kyoto, Rio und Kopenhagen ein. Große Ziele und gescheiterte Verhandlungen. Und natürlich der Begriff „Globale Erwärmung“. Doch hatten wir nicht gerade einen harten Winter mit Daisy – für unsere Region einen ungewöhnlichen Schneesturm? Und wenn es kalt ist, warum soll es nicht wärmer werden, – wir können doch dann Heizkosten sparen?!

Daran ist vieles richtig. Globale Erwärmung im wörtlichen Sinne gibt es gar nicht! Während bei uns der Schneesturm tobte, gab es von Bulgarien über Albanien bis Süditalien eine ungewöhnliche Schneeschmelze, ganz abgesehen von Hitzerekorden auf der Südhalbkugel und es war von Alaska über Kanada bis Grönland zu warm. Und mit den extremen Unterschieden kamen viele Stürme.

Denn im globalen Durchschnitt steigt die Temperatur an. Nicht jedes Jahr, aber auf lange Sicht und etwas beschleunigt. Zudem sagt solch ein Durchschnittswert auch nicht alles. Er ist nur ein Indiz für eine Veränderung, die schon lange stattfindet und genauso lange Spuren hinterlässt. Sie wird durch natürliche Faktoren und zusätzlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger angetrieben, deren Wirkung aber erst verzögert einsetzt. Klimaschutz heißt also nur, dass wir dieses zusätzliche Anheizen minimieren, auch im Interesse unseres eigenen Geldbeutels.

Ihr Michael Meinel
Energie- & Klimabeauftragter, Lahntal

» Teil 3 am 25.3.: Wie wir uns an Veränderungen anpassen.
KlimaX-Termine: 21. April, 1900 Uhr, Stadthalle Wetter
und Solarmesse des Nordkreises, 8./ 9. Mai in Cölbe-Bürgeln

Von Michael Meinel, 17. März 2010, 09:58 Uhr

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