Ziemlich genau 3 Jahre ist es nun her, dass in den Wäldern unserer Region überall viele Schneisen mit umgestürzten Bäumen zu finden waren. Bei genauem Hinsehen sind auch heute noch die Spuren überdeutlich. Hier bei uns tobte Kyrill, 1999 weiter südlich der Orkan Lothar mit einer vielfach höheren Schadenssumme und zwischen beiden Jahrhundertorkanen gab es zwei weitere und nach Kyrill nun schon drei. Ob das nun der Klimawandel ist, kein keiner mit Bestimmtheit be- oder widerlegen, aber die Wahrscheinlichkeit für solche Orkane steigt mit etwas höheren Temperaturen eher an.

Ein Winter wie dieser oder ein Orkan wie Kyrill ist dennoch nur Wetter! Erst bei einem Durchschnittswert über 30 Jahre spricht die Forschung von Klima und der Durchschnittswert auf lange Sicht steigt an, auch wenn es nicht jedes Jahr neue Rekorde gibt. Und für uns ist das gar nicht so schlecht. Wir werden vorerst von der globalen Erwärmung profitieren. Aber auch bei uns nicht überall gleich: Brandenburg wird trockener, im Mittelgebirge wird es feuchter, ein paar mehr Stürme kann es geben, an der Küste ein bisschen mehr Hochwasser. Und in ein paar Jahrzehnten vielleicht auch ein bisschen zuviel!

In anderen Regionen der Welt sind die Veränderungen deutlicher und oftmals auch unangenehmer: Wo Gletscher verschwinden, fehlt Trinkwasser und der ansteigende Meeresspiegel lässt flache Inseln verschwinden. Für uns aber ist die Anpassung an die Veränderung ist kein Problem. An der Küste sind höhere Deiche geplant, in der Region Brandenburg wird der Anbau trockenresistenter Pflanzen geprüft, im Schwarzwald und in unserer Region, im Sieger- und Sauerland wird die Zusammensetzung des Baumbestandes angepasst, damit der Wald etwas mehr Wärme und Stürme verträgt.

Ihr Michael Meinel

Energie- & Klimabeauftragter, Lahntal

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» Teil 4 am 8.4.: Klimawandel verhindern? Geht nicht!
KlimaX-Termine: 22. April, 19:30 Uhr, Stadthalle Wetter
und Solarmesse des Nordkreises, 8./ 9. Mai in Cölbe-Bürgeln

Von Michael Meinel, 1. April 2010, 11:29 Uhr

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