So und ähnlich titeln derzeit die Medien, ob Zeitung, Internet oder Fernsehen: Wucher an der Tankstelle – Ölmultis tricksen Verbraucher aus – Benzin-Abzocke – Immer wieder zu Ostern!

Bis in den politischen Bereich schlagen die Spritpreise durch. Die Präsidenten von Frankreich und den USA sorgen sich um ihre Wiederwahl, da steigende Preise deren Zustimmungswerte sinken lassen. Sie hoffen, dass eine Freigabe der strategischen Ölreserven Ihnen hilft, die Preise zu drücken.

Und auch die Bundesregierung bemüht sich die Forderung nach einem Gesetz gegen Benzinpreis-Abzocke zu erfüllen. Doch ob eine Meldefrist für die Preissteigerungen nicht gar das Gegenteil bewirkt, wie so manche Experten befürchten?

Letztlich ist dies nur ein Vorgeschmack, was uns allen mit einer sich verknappenden Ressource noch bevorsteht. Die ganzen Vorschläge gehen eben nicht an die Wurzel des Problems heran. Gute Ansätze, die es schon vor zwanzig Jahren gab, sich von den Verbrennungsmotoren zu verabschieden, wurden damals nicht nachdrücklich genug verfolgt.

Weiterführende Informationen

Umweltbundesamt: 10 Tipps für effiziente Fortbewegung
- Intelligent mobil sein

Spritspartipps des Verkehrsclub Deutschland

Grüne-Autos.de: Sparsame Autos und alternative Antriebe
als Antwort auf hohe Spritpreise

Die Vermutung liegt nahe, dass die Erdöllobby erfolgreich Innovationen ausgebremst hat. Nun sind aber die ersten Elektroautos für den Nahbereich endlich serienreif und interessant genug. Und das Elektrotankstellennetz wächst. Auf der Solarmesse am ersten Juniwochenende werden wir hoffentlich einige Fahrzeuge zeigen können.

Bis es nun für alle Nutzungsarten passende Angebote gibt, bleibt uns als Verbraucher nichts anderes übrig, als die vielen Spritspartipps trotz aller Bequemlichkeit ernsthaft umzusetzen. Bis zu 25% Einsparung sind drin, wenn wir unnötige Lasten entfernen, den Reifendruck regelmäßig prüfen u.v.m.

Es sind meist ärgerliche Lässlichkeiten, die wir alle kennen, aber dennoch oft nicht abstellen. Vor allem aber sind es die kurzen Fahrten mit kaltem Motor, bei denen bis zu 30 l/100 km verbraucht werden und dazu ein hoher Verschleiß anfällt. Statt 2x nur 1x  am Tag 1 km im Ort spart so € 186,- im Jahr.

 

Ihr

Michael Meinel
Beigeordneter im Gemeindevorstand für Klimaschutz und Energiewandel

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Von Michael Meinel, 4. April 2012, 08:33 Uhr

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